Im würdigen Rahmen des Weißen Saales in der Grazer Burg fand am Mittwoch, 21. November die diesjährige Verleihung der Prädikate "Feuerwehrfreundliche Arbeitgeber" statt.

Sowohl Landeshauptmann Mag. Franz Voves als Gastgeber, als auch ÖBF-Präsident LBD Albert Kern (für den Landesfeuerwehrverband Steiermark) und WK-Präsident KR Ing. Josef Herk (Wirtschaftskammer Steiermark) würdigten die beispielgebenden Leistungen der UnternehmerInnen und Unternehmen, wenn es darum geht, einem oder mehreren Mitarbeiter/n die Teilnahme an Einsätzen und/oder Aus- bzw. Weiterbildungen ohne wenn und aber zu ermöglichen.
Innerhalb der letzten 10 Jahre haben, so der Herr Landeshauptmann, die rund 50000 freiwilligen Feuerwehrkameraden mehr als 56 Millionen Einsatzstunden unentgeltlich geleistet und so geholfen, Sachwerte von geschätzt 5 Milliarden Euro zu retten.

ÖBV-Präsident LBD Albert Kern meinte, der Arbeitgeber vor Ort ist die Sicherheit im Ort. Arbeitgeber in der Steiermark leisten mit ihrer großzügigen Haltung einen immens wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung eben dieser Sicherheit in allen unseren Gemeinden. Das hat sich in den letzten Jahren bei allen katastrophenähnlichen Ereignissen mehr als deutlich gezeigt. Insgesamt, so Kern, freue er sich, nunmehr - in dieser 5-jährigen positiven Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Steiermark - Prädikate als "Feuerwehrfreundliche Arbeitgeber" an zusammen 124 Unternehmen verliehen zu haben.

Vom hohen sozialen Engagement, von tagtäglich gelebter Kooperation und einem Miteinander, das immer im Vordergrund steht, sprach dann Wirtschaftskammer-Präsident, KR Ing. Josef Herk. Es tue gut, sich sicher zu wissen, auf die Hilfskräfte vor Ort verlassen zu können. Und zusätzlich muss auch der enorme ökonomische Faktor berücksichtigt werden. Es ist etwas besonderes, wenn viele Klein- und Mittelbetriebe ihre Schlüsselkräfte, die sich auch in ihrer Freizeit der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, für bestimmte Zeit/en im Betrieb entbehren und so bereit sind, außergewöhnliche Nächstenhilfe zu leisten.

Dem Festakt in Graz wohnten auch Bezirkshauptmann HR Mag. Hannes Peissl, BerFwKdt OBR Engelbert Huber, WK-Regionalstellenleiter Gerhard Streit, Bgm. ÖR Vinzenz Krobath, die Herren Abschnittsfeuerwehrkommandanten Alfred Jauk und Josef Pirstinger, sowie die Herren Hauptbrandinspektoren Rupert Preglau, Robert Wagnest und Werner Holzer bei.

 

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Am Samstag, dem 17. November 2012, veranstalteten vier Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ligist einen Schulungs - Übungstag.

So trafen sich 35 Kameraden der Feuerwehr Ligist um 08.00 Uhr morgens im Rüsthaus. Nach einer kurzen Begrüßung der Übungsleitung, dem Bgm. Johann Nestler und dem Kommando der Feuerwehr, begann der Tag mit Geräte- und Fahrzeugschulungen. Während der Schulungen traf auch der Postenkommandant der Polizei Krottendorf Herr Weissenberger und der Leiter der Brandermittlung des Landespolizeikommandos Herr Peterker im Rüsthaus ein und folgten unseren Vorträgen und besichtigten die Fahrzeuge sowie die Gerätschaften.

Nach der Mittagspause hielten Peterker und Weissenberger jeweils einen Vortrag zum Thema Brandermittlung bzw. Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehr ab.
Anschließend ging es weiter mit Vorträgen von Frau Penz, Frau Forstner, Herrn Benko und Herrn Gößler zum Thema KIT (Kriesenintervention) und SVE (Stressbewältigung nach schweren bzw. Belastenden Einsätzen).


Um 16:20 Uhr startete eine Einsatzübung auf der L349 Unterwalderstraße, Höhe Ehrlichkreuzung.
Die Unfallannahme war der Zusammenstoß zweier Fahrzeuge, wobei ein PKW auf der Seite zu Liegen kam. Durch die Wucht des Aufpralles wurden die drei Insassen eingeklemmt. Eine weitere Person wurde aus dem Auto geschleudert und darunter begraben. Die Kameraden der Feuerwehr Ligist waren mit der Menschenrettung mittels Hydraulischem Rettungsgerät und Versorgen der Verletzten, dem Absichern der Straße inklusive der Verkehrsregelung und Sichern der Fahrzeuge vor Abrutschen bzw. vor dem Kippen, beauftragt. Nach Eintreffen des Roten Kreuzes wurden die Verletzten an die Rettungsmannschaft übergeben.

Nach einer kurzen Pause wurde die Feuerwehr Ligist zusammen mit der Feuerwehr Hallersdorf erneut  zu einem Brand mit zwei vermissten Personen im Bauhof Ligist alarmiert. Die Brandbekämpfung des Bauhofes Ligist, die Brandbekämpfung eines im Bauhof stehenden Fahrzeuges sowie die Suche und Rettung der beiden vermissten Personen, waren weitere Aufgaben. Durch die hervorragende Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren konnte auch diese Übung in kürzester Zeit abgeschlossen werden. Die Aufgabe wurde somit zur vollsten Zufriedenheit erledigt.

Die Übungsleitung (BM Andreas Hammer, LM d.S. Josef Hausegger, HFM Wolfgang Weiss, HFM Philipp Krenn und FM Emmerich Schober) bedankte sich bei der Abschlussbesprechung bei Bgm. Johann Nestler und dem Kommando für das Vertrauen und  für die Unterstützung, bei den Feuerwehrsenioren für die Verpflegung während des gesamten Übungszeitraumes, sowie den Gastvortragenden. Ein weiterer Dank richtete sich an ALLE Kameraden für die Teilnahme sowie für den zahlreichen Besuch und dem großen Interesse. Mit Freude konnte nach der Übung das positive Feedbak über diese Übung entgegengenommen werden.

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Der Jungfeuerwehrmann Maximilian Müller (11) verhinderte einen Großbrand im Haus seiner Mutter. Beim Anzünden einer Kerze hatte sich Deko aus Watte entzündet. In der Schule, bei Freunden und der Feuerwehr war der Elfjährige ein gefeierter Held.

"Plötzlich hat's einen Fluscher gemacht", schildert Maximilian Müller. Der elfjährige Hauptschüler aus Unterwald im Bezirk Voitsberg saß Dienstagnachmittag gerade am Wohnzimmertisch, als nur zwei Meter weiter auf einem Küchentisch eine Stichflamme in die Höhe schoss.

Eine selbst gebastelte Deko-Winterlandschaft aus Watte war in Flammen aufgegangen. Geistesgegenwärtig holte der Jungfeuerwehrmann, dessen Mutter zur selben Zeit im Heizraum war, den Feuerlöscher vom Stiegenaufgang. "Der Kasten war voller Glut", beschreibt der Elfjährige. Durch das couragierte Eingreifen konnte der Schüler die Gefahr mit ein paar gezielten Stößen aus dem Löscher rasch bannen.

"Leider hab' ich dabei den Vorhang angesprüht", erzählt Maximilian, was seiner Mutter ein Lächeln kostet. Sie hatte eine Kerze angezündet. Dabei dürfte ein Funke in die Watte geflogen sein, der erst, als sie nicht mehr im Zimmer war, zur Stichflamme führte. "Dass der Vorhang nicht zu brennen begonnen hat, war großes Glück. Ich bin einfach nur stolz auf Maximilian, dass er so schnell reagiert hat. Am Mittwoch war ich den ganzen Tag total fertig", so Monika Müller, die mit Grauen daran denkt, was passieren hätte können.

Erst vor eineinhalb Jahren war ihr Mann und Vater von Maximilian und Bruder Richard (20) verstorben. Und vor drei Wochen brannte in der Nachbarschaft ein Wirtschaftsgebäude nieder. "Noch einen Schicksalsschlag können wir nicht brauchen."

In der Schule, bei Freunden und der Feuerwehr war der Elfjährige am Mittwoch ein gefeierter Held. Dass er mit einem Feuerlöscher überhaupt umgehen konnte, ist seinem Hobby zu verdanken. Schon einen Tag nach seinem zehnten Geburtstag trat Maximilian der Freiwilligen Feuerwehr Ligist bei. "Seither verbringt er fast jede freie Minute dort", betont seine Mutter.

maxi
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